Kategorien: DIY & Rezepte

Akuter Platzmangel brachte unsere Autorin Marilena dazu, mit einem DIY-Projekt nach „oben“ zu denken. Eine Zwischenebene mit Hochbett holte platztechnisch aus einer kleinen Altbauwohnung nochmal richtig viel raus.
Text & Fotos: Marilena Kipp
Die Lebensumstände verändern sich, das WG-Zimmer ist zu klein, ein Home-Office muss eingerichtet werden und auf einmal wird es in der Wohnung ganz schön eng? So ging es auch mir mit meinem neuesten DIY-Projekt. Das Ziel war simpel: mehr Platz in einer kleinen Wohnung. Also holte ich meinen Vater inklusive Handwerkerfähigkeiten an Bord und kaufte eine ganze Menge Holz.
Der Hochbett-Wunschzettel
Uns war schnell klar: Als erwachsener Mensch sind die Ansprüche an ein Hochbett dann doch etwas anders als die, die man als Kind hatte (hier empfehle ich ganz klar den Anbau einer Rutsche). Genug Platz zur Decke, Stabilität, viel Stauraum und eine bequeme Art und Weise ins Bett zu kommen – in guten und in schlechten Zeiten (Stichwort Hexenschuss) – standen auf dem Wunschzettel. Also planten wir eine Zwischenebene, unter der der Kleiderschrank eingebaut werden sollte und auf der man auch mit stolzen 1,68 m noch bequem stehen kann. Die Deckenhöhe von 3,25 m kam uns dabei natürlich zugute – doch unsere Recherche über Pinterest und Co. zeigte uns eine riesige Vielfalt an Modellen und Ideen, sodass es mit Sicherheit für jeden Raum das richtige Konzept gibt.
Unseres sah so aus:

Materialliste
- Verschieden lange Holzbalken für Bett und Podest
(bei den tragenden Balken unbedingt auf genug Durchmesser und Stabilität achten – wir haben das Grundgerüst außerdem an jeder Seite mit langen Schrauben in der Wand verankert) - Holzlatten für Treppe, Geländer und Bettkasten inklusive Ablage
- Regalböden und Kleiderstangen
- Press-Spanplatten für die Liegefläche und das Podest
- Ggf. kleine Holzplatten und Nägel für die Verkleidung hinter der Treppe und über dem Kleiderschrank
- Verschieden lange Schrauben inklusive Dübel
- Winkelverbinder, um das Hauptgerüst abzusichern
- Werkzeug, wie Bohrer, Akkuschrauber, Säge, Schleifpapier, …
- Lichtschalter
- Steckdosen
- Kabel
- Lattenrost
- Matratze
Der Aufbau
Nachdem wir alle Maße und Materialien (Kosten: rund 600 €) beisammenhatten, stand der Plan. Mit jeder Menge Werkzeug im Gepäck und zwei weiteren helfenden Händen machten wir uns an das Projekt Hochbettaufbau. Zwei Tage kostete uns das Vorhaben, bis am Ende das fertige Ergebnis stand:
Ein Kopfteil mit Steckdosen und Lichtschalter macht den Komfort perfekt, durch den Bettkasten mit Lattenrost schläft es sich wie auf einem ganz normalen Bett. Der „Kleiderschrank“ bietet eine Menge Stauraum durch Regalböden und zwei Kleiderstangen.
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Liebe Marilena, das Hochbett ist einfach Klasse! Unser Sohn bewohnt derzeit in Berlin ein kleines Zimmer in einer Altbauwohnung und wünscht sich „genau so ein Bett“… Hast Du evtl. noch eoin paar Maße für uns (lichte Höhe vom Türsturz zur Decke) und woher habt ihr die Leiter?
Vielen Dank und LG, Sven Förster
Lieber Sven,
wie schön, dass euch das Hochbett gefällt! Von der Oberkante des Türrahmens bis zur Decke sind es genau 1,25 m. Beim Bau war mir wichtig, dass ich entspannt im Schneidersitz auf dem Bett sitzen kann (Rücken und Kopf sind also eine gute Maßeinheit 😉). Die Leiter ist tatsächlich auch selbst gebaut – bei der Recherche sind mir Varianten begegnet, wo die Treppe als Regal dient oder Ähnliches, das fand ich auch toll!
Liebe Grüße und viel Erfolg euch!
Marilena
Hallo, gibt es iwo eine Anleitung für die Leiter?