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Fotos: Dorfkrug Harms (3)

Moin aus dem Dorfkrug Harms! Was wäre ein Dorf, und sei es auch ein digitales, nur ohne seinen Krug?

In beinahe jedem Dorf stand bis vor wenigen Jahrzehnten mindestens einer. Er war ein Ort zur spontanen Einkehr nach getaner Arbeit, zur Begehung ausschweifender Festlichkeiten wie Hochzeiten und runder Geburtstage oder, weil auch das zum Leben dazugehört, einem geliebten Menschen die letzte Feier auszurichten. An einigen Stellen haben diese, ehemals sehr zahlreich vertretenen Orte des dörflichen Gemeinschaftslebens überlebt. So auch in Timmerhorn, einem kleinen Ort nordöstlich von Hamburg. Gelegen an der ehemaligen Bundesstraße 434, lange Zeit die Haupthandelsroute zwischen Lübeck und der großen Stadt an der Elbe, war dies früher ein praktischer Platz, um die Pferde auszuspannen und später ein beliebter Abschluss nach Ausflügen ins Grüne.

Und dieser Krug eröffnet nun sogar eine kleine virtuelle Zweigstelle im schönen Klönstedt.

 

Wir sind der Dorfkrug oder die Gaststätte „Zum Dorfkrug“ oder auch einfach „Harms“. Unsere Gaststätte betreiben wir als klassischen Familienbetrieb. Wie bei vielen alteingesessenen Betrieben ist unser Nachname zum Synonym für das ganze Unternehmen geworden.

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Fotos: Familie Harms (3)

Eine wechselvolle Geschichte

Aber wer genau verbirgt sich hinter dem Namen? Der „Senior“ Peter Harms steht mit einem seiner Söhne, Lennart, in der Küche. Er wacht dort über den Herd und bringt sein ganzes Wissen mit ein. Seine Frau Cornelia, Connie genannt, kümmert sich mit dem anderen Sohn Kristian und Tochter Nele um den Service und alle anderen anfallenden organisatorischen Dinge – von Steuern bis hin zur Auswahl der Serviettenfarbe für die jeweilige Saison. Nele und Lennart haben in der Gastronomie bzw. Hotellerie gelernt und sind ausgebildet in diesem Bereich. Kristian ist „Quereinsteiger“ und eigentlich Tischler. Im Dorfkrug waltet er daher auch als eine Art Hausmeister. Es ist geplant, dass wir Kinder im Laufe des nächsten Jahres den Betrieb gänzlich übernehmen und Connie und Peter sich zurückziehen. So richtig daran glauben mag da aber noch keine:r. Denn auch Peters Eltern, und somit die vorherigen Inhaber, mischten, solange sie konnten bzw. sie gelassen wurden, in der Kneipe in allen Bereichen mit. Und wenn es nur beim Frühshoppen am Tresen war, aber dazu ein andern Mal mehr …

Seit bald 80 Jahren betreibt unsere Familie die noch viel ältere Gaststätte und hat in dieser Zeit so einiges erlebt. Vier Generationen blicken zurück auf eine wechselvolle Geschichte. Von den Wirren zu Kriegsende, über das Leben in einer aufstrebenden Gemeinde und dem Niedergang kleinbäuerlicher Betriebe, bis hin zu der Frage: „Wie betreibe ich eine Gastwirtschaft, die auf Grund eines Virus keine Gäste mehr empfangen darf?“

Ein Dorf ist eine schöne Gemeinschaft

In der nächsten Zeit möchten wir euch in Klönstedt regelmäßig vom Dorfleben aus der Perspektive hinter dem Tresen erzählen. Es wird Ausflüge in alte Zeiten geben, Geschichten von widerspenstigen Grafen und noch widerspenstigeren Gastwirten, Notspeisungen dutzender ausgebombter Menschen, aber auch heitere Anekdoten. Warum benennt sich ein Sportverein nach einem Ort, in dem er gar nicht liegt? Warum endet die gesellige Runde einer Jagdgesellschafft in einem heillosen Durcheinander? Es wird kulinarische Ausflüge in unsere Küche geben: Was ist das Geheimnis einer guten Bratkartoffel und warum sollte sich, wer guten Grünkohl kochen will, ordentlich Zeit nehmen?

Wir freuen uns, dass es Menschen gibt, die erkennen, welch schöne Gemeinschaft ein Dorf doch sein kann. Und finden, dass es auch zwischen Melkstand und neu gebauter Umgehungsstraße kulturelle Kleinode gibt. Man muss nur genau hingucken.

Es ist schön, Euch an unserem Stammtisch, in der „Guten Stube“, im großen Festsaal begrüßen zu dürfen. Hoffentlich habt Ihr gut hergefunden, habt Appetit und Durst mitgebracht? Wir wünschen euch einen zünftigen Frühschoppen, einen geselligen Abend, eine wilde Nacht! Schon gewählt? Was darfs denn sein?

Euer Dorfkrug Harms

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